Roastbeef mit Kräuterkruste

Heute stellte ich mich einer großen Herausforderung: dem Sonntagsbraten. Uff! Nichts leichter als das, haha. Ich gebe zu, meine Erfahrung auf diesem Gebiet ist doch eher beschränkt. Das liegt erstens daran, dass es in meiner Familie nicht an jedem Sonntag unbedingt einen Braten geben muss. Im Grunde ist das sogar eher selten der Fall - es wird zwar immer etwas leckeres, besonderes gekocht, aber eben nicht gerade ein Braten. Zweitens verbringe ich bei weitem nicht alle Sonntage zu Hause, sondern meistens in meiner Studenten-WG und begnüge mich mit einem einfachen, schnellen Essen. Und drittens habe ich einen ziemlichen Respekt vor der Zubereitung eines Bratens. Ist ja schließlich keine Kleinigkeit - und wer möchte schon dafür verantwortlich sein, dass der Sonntagsbraten nichts geworden ist? Eben.


Doch andererseits ist es auch schön, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Besonders, wenn am Ende etwas Tolles dabei herauskommt. So war das heute mit dem Roastbeef, das ich gemacht habe - es hat allen geschmeckt und ich war total zufrieden mit dem Ergebnis. Eindeutig gelungen, juhuu!

Und was soll ich sagen: so schwer war es gar nicht. Eigentlich war die Vorbereitung ganz schnell erledigt. Ein bisschen Gemüse schnippeln, die Kräutermischung für die Kruste vorbereiten, dann das Fleisch anbraten. Die Kräuterpaste auftragen und ab in den Ofen! Etwas heikel ist es allerdings, den richtigen Moment abzupassen, um den Braten aus dem Ofen zu nehmen. Aber auch das hat geklappt. Puuh! Blutig mag es zum Glück keiner, der mitgegessen hat, denn das ist so gar nicht mein Fall. Lieber hab ich es "durch". Innen war das Fleisch noch leicht rosa und schön saftig. Mmmh... ich könnte mir vorstellen, das öfter mal zu machen :-)



Ihr braucht:

ein ca. 1,5 kg Stück Roastbeef (ohne Knochen, ohne Fettrand)
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
3 Stangen Sellerie
3 Möhren
etwas Olivenöl
je einige Zweige Thymian + Rosmarin
3 EL Sonnenblumenöl
Meersalz + Pfeffer aus der Mühle
ca. 150-200 ml Rotwein

Für die Kräuterkruste:
6 EL Semmelbrösel
6 EL Olivenöl
je 1 Bund Petersilie, Thymian und Majoran
2 Knoblauchzehen
2 TL Senf
1 EL Zitronensaft

Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und 30 Min. bei Raumtemperatur aufbewahren, ehe es in den Ofen kommt. In dieser Zeit kann man alles andere vorbereiten. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Zwiebeln schälen und achteln, den Knoblauch schälen und in Stücke schneiden. Den Sellerie und die Möhren gründlich waschen und ebenfalls in Stücke schneiden. Das Gemüse in einem Bräter verteilen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Thymian und Rosmarin darüber streuen. Nun die Kräuterkruste vorbereiten: die Kräuter waschen, von den Stielen abzupfen und fein hacken. Mit den Semmelbröseln und dem Olivenöl zu einer Paste verrühren. Den Knoblauch schälen, durch die Presse drücken und zur Paste geben. Senf und Zitronensaft unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nun das Fleisch auf beiden Seiten mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer einreiben. Das Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne stark erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten, ca. 10 Min. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Dann mit der Kräutermischung bestreichen und auf das Gemüsebett legen. Den Rotwein über das Gemüse gießen. Den Bräter auf die mittlere Schiene des Ofens stellen. Je nach Größe des Fleischstückes und euren Vorlieben (blutig, medium oder durch) variiert die Garzeit – nach 45 Min. war unser Fleisch saftig und noch ein wenig rosa in der Mitte, aber eher durch als medium. Herausnehmen, in Alufolie wickeln (Vorsicht, heiß!) und ca. 15 Min. bei Raumtemperatur ruhen lassen, ehe ihr es in dünne Scheiben schneidet. Das Gemüse und die gesamte Flüssigkeit im Bräter pürieren und das Püree durch ein feines Sieb streichen – schon habt ihr eine köstliche Soße. Dazu schmecken Rosmarinkartoffeln und z.B. Erbsen, Möhren oder grüne Bohnen als Gemüsebeilage. Bon appetit!



Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche!

Liebe Grüße, Isy


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