Indisches Chicken-Tikka

Hallo, Freunde der kulinarischen Köstlichkeiten!

Wie Coco neulich ja schon erwähnt hat, bin ich derzeit ziemlich beschäftigt mit meinem Studium und habe daher leider viel zu wenig Zeit für die schönen Dinge des Lebens - wie z.B. Kochen, Backen und Bloggen. Während ich also fleißig für meine Bachelorarbeit schufte, genießt die liebe Coco momentan ihre Ferien... Doch das gönne ich ihr natürlich von Herzen. Aber egal, was ich eigentlich sagen wollte: habt bitte etwas Nachsicht mit uns. Bald posten wir wieder regelmäßiger, versprochen!

Heute teile ich eins meiner Lieblingsrezepte mit euch - und das will schon was heißen. Meine Vorliebe für indisches Essen entdeckte ich lustigerweise im Rahmen des Englischunterrichts in der 11. Klasse. Wir behandelten gerade die britische Kolonialherrschaft, das heutige Gesellschaftssystem und einige Aspekte der Kultur und Religion in Indien. Und als kleinen Exkurs schlug unser Lehrer vor, in der nächsten Stunde indisch zu kochen. Er gab uns ein Rezept für ein Curry - natürlich auf Englisch - und jeder besorgte eine Zutat. Und dann, eines schönen Nachmittags, kochte der Englisch-Grundkurs munter drauf los.

Ich war absolut begeistert von den vielen exotischen Gewürzen, der Art der Zubereitung, dem intensiven Geruch und diesem völlig neuartigen, aromatischen, süchtigmachenden Geschmack. Von diesem Tag an war ich ein leidenschaftlicher Fan der indischen Küche.

Das heutige Rezept ist allerdings nicht für das besagte Curry - obwohl das super lecker ist und regelmäßig von mir gekocht wird  - aber mindestens genauso gut. Darf ich vorstellen: Chicken-Tikka!


Das Rezept stammt wirklich original aus Indien. Ich habe es vor Jahren von meiner Freundin Maria, die mit Leib und Seele Indien-Fan ist, bekommen. Danke dafür, dass du mein Koch-Repertoire um dieses fantastische Rezept erweitert hast und dass ich es hier posten darf!

Noch eine Anmerkung vorweg: ich weiß, das Rezept enthält viele exotische Zutaten und Gewürze, die man zumeist erst kaufen muss und die mitunter nicht in jedem Supermarkt erhältlich sind. Es ist also mit einem gewissen Aufwand verbunden, sowohl an Zeit als auch an Geld. Aber glaubt mir: es lohnt sich! Bei großen Ketten wie Kaufland, Marktkauf oder Globus hat man die besten Chancen, alles zu bekommen.

Marinade für das Hähnchen: (am Vortag vorbereiten)

  • 400-600 g Hähnchenbrustfilet
  • ein Stück frischen Ingwer (ca. 1,5 cm), sehr klein gewürfelt
  • 5 Knoblauchzehen, gepresst oder sehr klein gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 1,5 EL Garam Masala
  • eine Messerspitze Chilipulver
  • 3 EL frischen, gehackten Koriander
  • 4 EL Joghurt
  • 1 TL Salz
  • 1 EL frische, gehackte Minze
  • 1/2 TL getrockneter Oregano

Sauce:

  • 6 EL Olivenöl
  • 2 Dosen gehackte Tomaten
  • 500 g Joghurt
  • 1 geriebener Apfel
  • 1/2 EL Kreuzkümmel
  • 1/2 EL gemahlener Koriander
  • 1/2 EL Kurkuma
  • 2 TL Honig
  • 4 EL Tandooripaste
  • 3 EL gemahlene Mandeln
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Kokosraspeln (alternativ: Kokosmilch)
  • optional: 2 EL Sahne + 5 EL frischen, gehackten Koriander zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel zusammenmischen und die Hähnchenbrustfilets in mundgerechte Stücke schneiden. Das Hähnchen in die Marinade geben und mindestens zwei Stunden, am besten aber über Nacht, im Kühlschrank marinieren.
  2. Am nächsten Tag das Hähnchen mit der Marinade auf ein Backblech oder in eine große Auflaufform geben und bei 220°C im Ofen garen. In der Zwischenzeit bereitet man die Sauce zu.
  3. Alle Zutaten für die Sauce, mit Ausnahme der Mandeln, Salz, Kokosraspeln, Sahne und dem frischen Koriander, in einen großen Kochtopf geben und unter Rühren zum Kochen bringen.
  4. Die Hitze reduzieren, sodass die Sauce nur noch leicht köchelt. Jetzt die Mandeln, das Salz und die Kokosraspeln hinzufügen. Das Hähnchen aus dem Ofen nehmen, in die Sauce geben und erneut zum Kochen bringen. Mit Honig, Salz und den verwendeten Gewürzen abschmecken.
  5. Wer mag, serviert das Ganze mit einem Schuss Sahne und gehacktem Koriander. Voilá!

Als perfekte Beilage dazu empfehle ich selbstgebackenes Naan-Brot. Dieses indische Fladenbrot aus Hefeteig schmeckt himmlisch zu jeder Art von Curry oder auch einfach pur! Die Zubereitung ist unkompliziert, ihr müsst nur früh genug den Teig ansetzen. Das Rezept, das ist schon seit Jahren dafür verwende, findet ihr bei Chefkoch. Alternativ eignen sich aber natürlich auch Reis oder Baguette als Beilage.

So ihr Lieben, ich wünsch euch viel Freude beim Nachkochen und Genießen!
Habt noch eine schöne Woche

Liebe Grüße, Isy

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